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Lilly Lindner, aus "Bevor ich falle", S.176

"Da war ich für die Dauer eines Augenblicks wortstill.
Denn schöne Sätze haben einen Ausklang verdient.
Ohne Unterbrechung."
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Gebrabel*-* News zm, mein Büchlein undundund...

2 Rubingeflüster | Hinterlasse Spuren!
20.09.2013
Hallo meine Lieben! 
Ich melde mich heute mit einem Gebrabel-post.:) In letzter Zeit komme ich weniger zum posten und schreiben generell, deshalb so ein kleines update.


1. Seit letzten Sonntag bin ich ein „read Head“! (entschuldigt das Pannefoto, hab grad kein besseres:p)
Eigentlich möchte ich blaue Haare haben, aber es hat sich nicht ergeben, zumal ich sie hätte blondieren müssen, weil meine ein so dunkles braun haben. Ich meine, auf der Packung stand „helles Rot“ und es war wirklich sehr hell, wie Feuer! Aber es gefällt mir trotzdem so wie es ist. :)
Außerdem habe ich jetzt wieder einen stärkeren Sidecut. *-*
(erkennt man leider auf dem Bild nicht sooo gut)

2. 4 Reszis, ein "Kennt ihr schon...?" ausstehend. :)

3. Aua, bin ich die einzige die in letzter Zeit so fiese Kopfschmerzen hat? Ich sollte mal früher ins Bett gehen, aber das ist immer leichter gesagt, als getan...

4. Sooo, kommen wir zum letzten Punkt meines kleinen Gebrabel*-*-Posts.
Mein Büchlein hat nun 105 Seiten!! :)) Zum 100-Seitigen Jubiläum sozusagen gibt es einen kleinen Einblick.


Ich zuckte mit den Schultern und ließ mich auf ein Knie fallen.
Ohne aufzusehen wusste ich, dass Jemand den Raum betreten hatte. Die Luft veränderte sich augenblicklich, knisterte und frohlockte.
Ich blickte auf den reinen Holzboden.
„Juula liebe Gäste. Wächter, es ist mir eine Ehre!“
Wir durften aufstehen und ich blickte in das schönste Gesicht, dass ich jemals gesehen hatte.
Funkelnde regenbogenfarbige Augen, volle Lippen, eine kleine Nase und Haare bis zu den Hüften in dunklem Blau.
Sie lächelte und es verschlug mir die Sprache.
„Juula Emily.“ Ich kippte fast hintenüber, als diese vollkommene Fee einen Knicks andeutete. Vor mir.
 (...)
Plötzlich packte mich eine rasende Wut und ich wollte ihnen hinter her um sie so grausam abzuschlachten, wie sie es bei meinen Eltern getan hatten.
Ich lehnte mich schon leicht nach vorne und wollte das Pferd anspornen, als ich wieder die kleine Hand von Groul auf der Schulter spürte und den Wächter vor mir stehen sah.
Beide schüttelten leicht den Kopf. Ich nickte und holte zitternd Luft.
Ich wusste, dass es eine Gelegenheit geben würde, irgendwann.
Ich spürte etwas kaltes und feuchtes an meinem Gesicht. Es war klein. Unsicher strich ich mit dem Finger über meine kalte Haut. Er war an der Spitze nass. Erstaunt blickte ich mich um und konnte selbst in der frühen Dämmerung die weißen Punkte um mich herum tanzen sehen. Vereinzelt fielen sie zu Boden.
„Schnee!“, stieß ich überrascht hervor und versuchte ihn aufzufangen.
Der Wächter und Groul blickten besorgt nach oben.
„Wir müssen uns beeilen.“
  (...)
 Eure <3

Gebrabel *-* allerlei

3 Rubingeflüster | Hinterlasse Spuren!
1. Ich habe einen neuen Header und bin irgendwie total stolz! Weil ich total überrascht bin, wie das geworden ist... :D sagt mir bitte eure ehrlich Meinung, gefällt er euch? oder eher nicht... Ich bin für Verbesserungsvorschläge offen :)

2. Ich lese jetzt "Heaven" Von Alexandra Adornetto, der Abschluss der Trilogie.

Mein erster Eindruck ist: Es geht weiter wie gewohnt; Kitsch mit nahezu "perfekten" Charakteren im Sinne von nicht-unbedingt-am-besten-zum-identifizieren... ;)
Ich bin mal gespannt wie es dann aus geht! :)








3. Es tut mir echt Leid, dass ich meinen Blog in letzte Zeit so schleifen lasse. Ich komme nicht allzu oft zum lesen, weil ich noch ein anderes Projekt am Start hab (wenn es fertig ist bekommt ihr es zu sehen:) ) und Rezis zu schreiben fällt mir momentan nicht so leicht.
Ich denke ihr bekommt bald mal wieder eine neue Geschichte zu lesen :)

4. Es schneit schon wieder. Bald kann ich das echt nicht mehr sehen. Ich freue mich so auf Sommer und Sonne. Moment, mir reicht auch Frühling! ;)

5. Ich hab jetzt mit einem neuen Buch angefangen... also ein neues zu schreiben :) Das andere ist nicht aus der Welt (224 Seiten) aber momentan komm ich da einfach nicht weiter. Das neue hat jetzt 29 DinA5-Seiten Schriftgröße 12.
Hier ein kleiner Ausschnitt für euch:

Das Wasser, welches sonst sanft herab fiel, stieß mir nun wie tausend kleine Dolche in die Haut, während es kreischend und jubelnd in Tropfen zu Boden fiel. Mein Atem ging rasselnd und meine Kehle schmerzte längst. Wie ein Geist stieg mein Atem stetig von meinem Mund auf und ließ mich frösteln. Mein schulterlanges Haar fiel mir in nassen Strähnen um den Kopf und schlug mir wie Peitschen ins Gesicht, wann immer ich mich umblickte. Die Straßen hier waren uneben und aus groben Stein. Für die armen Viertel war nie Geld da. Die alten Fassaden blickten mich traurig von den Seiten an, als ich an ihnen vorbei rannte und drohte zu stolpern. Längst hatten die Zeit und das Wetter die Fassaden gezeichnet, vom abbröckelnden Putz bis hin zu undichten Dächern.
Mittlerweile war ich vollkommen durchnässt.

So, das war's für's erste. Ich wünsch euch noch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche!
allerliebste Grüße
Rubin <3

Die Zeit der Winterblühte

0 Rubingeflüster | Hinterlasse Spuren!
Jedes Jahr war es soweit. Alles wurde abgeworfen. Weich landeten sie auf dem erdigen Boden.
Es war das Ende der Winterblüte. Gut verborgen im Wald stand sie und wartete darauf, endlich die schwere Last abzuwerfen, Jahr für Jahr.
Sowohl der prächtige Baum, als auch die Zeitspanne in der sie blühte hieß Winterblühte.
Die Äste, verborgen unter der roten Blühtenpracht waren knorrig und dunkelbraun, sie waren ungleichmäßig und erinnerten an die Äste eines kahlen Baumes in einem Horrorfilm.
Das Ast- und Blätterdach spannte sich über die ganze Lichtung, schloss alles ein, ließ nichts aus.
Wie ein weicher roter Turm türmten sich die zarten Blätter dem Himmel entgegen, aber immer nur im Winter.

Es schien als schüttele sich der Baum, als würden die Äste erzitterm, wie ein leichtes Vibrieren.
Auch die Blüten erzitterten. Es klang, als würde ein leichter Wind durch das natürliche Kunstwerk fahren. Plötzlich fiel eine Blüte ab. Langsam segelte sie zu Boden und während es den Spitzen des Rasens immer näher kam, wurde es immer heller, langsam zu Rosa bis es schließlich die Spitzen berührte und vollkommen weiß war.
Immer mehr Blätter folgten ihm, ließen sich abschütteln und segelten scheinbar zufrieden zu Boden.
Der Flug zu Boden hauchte ihnen alles Leben aus.
Es ging langsam, aber stetig vorran, als hätten sie alle Zeit der Welt und als könne sie nichts abhalten.
Seuftzte der Baum?
Ja, denn ihm wurde die last jener unglücklich Liebenden von den Ästen getragen. Jedes Jahr blüte er erneut und trug die Last der unglücklich Liebenden aufs Neue.
Tricia saß wie verzaubert von dieser Magie am Rand der Lichtung im schütztenden Wald. Jedes Jahr kam sie erneut und verfolgte das unglaubliche Schauspiel ohne irgendetwas zu begreifen.

3 Monate! und unknown...

10 Rubingeflüster | Hinterlasse Spuren!
Jap, jetzt sind es tatsächlich schon 3 Monate! Am 28.02.2012 habe ich diesen Blog zusammen mit Christine S. erstellt und seitdem blogge ich regelmäßig meine Rezis und Geschichten und manchmal auch Bücher! ;)
Ich freue mich über jeden Leser und danke meinen 35 (!) Lesern! Seit heute, gerade eben bin ich auch bei BloggDeinBuch.

Und jetzt noch zum Jubiläum, ein Teil einer Geschichte aus meinem Buch (Jaha!, schon 112 DinA5-Seiten!! ♥). Das sind jetzt die ersten beiden Seiten, ich weiß, da passiert noch nicht so viel, und wirklich überarbeitet sind die auch noch nicht, aber ich hoffe es gefällt euch... ;)


„Ich bin noch mal draußen!“
„Du gehst nicht in den Wald.“
„Aber warum denn nicht? Hier gibt es keine Bären oder so, ich pass schon auf mich auf.“
„Ruby! Ich sagte Nein und dabei bleibt's auch.“ Diese ständigen Mahnungen ihrer Mutter gingen Ruby ziemlich auf die Nerven.
„Mom, ich bin 15 Jahre alt, ich weiß so langsam was ich tue.“
Stella seufzte schwer. „Rubiell, zwing mich nicht dazu, dich nicht mehr alleine raus gehen zu lassen.“
„Das hältst du eh nicht lange aus!“, stellte sie fest und blickte trotzig in eine andere Richtung. „Außerdem wollte ich gar nicht in den Wald, ich wollte nur einen kleinen Spaziergang machen.“
„Du bist eine schlechte Lügnerin, du gehst jetzt nicht mehr nach draußen. Beschäftige dich hier drinnen.“ Wütend blies Ruby sich eine rote Haarsträhne aus dem Gesicht und stapfte die Treppe hoch in ihr Zimmer ohne Stella noch mal eines Blickes zu würdigen.
„Die kann mich nicht ewig hier einsperren!“, murrte sie leise, als sie sehnsüchtig aus dem Fenster über das weite Feld auf die dunklen Bäume am Rande des Waldes blickte. Der Himmel spannte sich nun schwer und dunkel über dem Land und verschluckte alles, bis man bald nicht mal mehr die schwarzen Umrisse der Bäume erkennen konnte.
Auf der Veranda leuchtete ein Licht auf, als ihre Mutter im roten Mantel eingepackt den Müll raus brachte.
„Ich gehöre nicht dir!“, flüsterte sie in Richtung ihrer Mutter.
In einem der hintersten Winkel ihres Bewusstseins wusste sie, dass sie sich kindisch benahm und ihre Mutter dachte bestimmt gerade, dass 15-jährige Mädchen sich nicht so aufführten, wenn sie sagten, sie wüssten, was sie tun.
Aber das war Ruby egal. Dann war sie halt eben kindisch und unmöglich.
Na und? Wenn interessiert's.
Immer noch in mauliger Stimmung ließ sie sich auf den Stuhl neben ihrem Bett fallen und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Ruby? Willst du noch was essen?“ Die Stimme ihrer Mutter drang durch den Flur in das kleine volle Zimmer des Mädchens.
Ruby antwortete nicht, diesen Gefallen wollte sie ihrer Mutter nicht tun.
„Ruby?“, ertönte noch mal die helle Stimme von Stella gedämpft durch die Tür.
Ihre Mutter rief sie kein drittes Mal, obwohl sie bei dem dritten Rufen nicht hätte widerstehen können, denn ihr Magen signalisierte durch ein lautes Knurren den Hunger.
Sie zog den Bauch ein und stemmte die Hände fest in die Seiten, in der Hoffnung so das Geräusch verbergen zu können.
Später legte sie sich auf das mit roten Laken und Bettzeug bezogene Bett und starrte an die Decke, an der noch immer die Leuchtsterne klebten, die sie als kleines Kind zusammen mit ihrem Vater aufgehängt hatte.
Aber ihr Vater war nicht mehr da. Er hatte gewusst, dass er nicht dazu gehörte. Seit er weg war, hüteten Stella und Ruby sich den Namen auszusprechen. Was das anging glaubte ihre Mutter nämlich, dass er irgendwann wieder in ihr Leben tritt, wenn zu viel über ihn gesprochen würde.
Es geschah eines Abends. Sie stritten sich oft und lange und dieser Streit brachte das Fass zum überlaufen.
Am Ende eines lauten Wortgefechts hatte ihre Mutter nur geseufzt und gesagt: „Manchmal glaube ich, dass ich zwei Kinder im Haus habe.“
Was natürlich auch ein entscheidender Faktor gewesen war war, dass Ruby im Schlafanzug in der Tür gestanden hatte und ihre Eltern mit offenem Mund angestarrt hatte.
Da hatte auch ihr Vater geseufzt, er ging vor ihr in die Hocke, legte ihr eine Hand auf die Schulter und flüsterte: „Meine kleine Ruby, es wird Zeit, das Daddy geht. Aber vergiss mich nicht.“ Er hatte sie gedrückt.
Aber Ruby war nicht traurig gewesen. Ihr war schon immer klar, dass er aus irgend einem Grund nicht in diese Familie gehörte, als hatte sie mit den Schultern gezuckt und gemeint: „Okay, bis dann Daddy.“
Etwas gekränkt hatte er seine Sachen gepackt und war gegangen. Ihre Mom war auch nicht traurig gewesen. Der Alltag stellte sich um und irgendwann merkte man gar nicht mehr, dass jemand nicht mehr da war.